Der Kirchenvorstand

Was macht eigentlich der Kirchenvorstand?

Der Kirchenvorstand ist Ohr, Gehirn, Mund und Hand der Kirchengemeinde.

Der Kirchenvorstand (KV) wird alle sechs Jahre von den Mitgliedern der Gemeinde gewählt. Er leitet die Gemeinde gemeinsam mit dem Pfarrteam. Momentan besteht der KV aus drei Pfarrpersonen und 12 direkt gewählten Gemeindemitgliedern. Ein Mitglied ist nachberufen worden. In regelmäßigen Sitzungen (monatlich) entscheiden die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher über die Schwerpunkte des Gemeindelebens.

Der Kirchenvorstand trifft die Grundentscheidungen für die Entwicklung einer Gemeinde. Dabei geht es um theologische Themen ebenso wie um finanzielle und personelle Entscheidungen. Welche Arbeitsschwerpunkte gesetzt werden – auch angesichts knapper werdender Finanzmittel und wohin der Weg der Gemeinde in den nächsten Jahren gehen wird, das entscheidet vor allem der Kirchenvorstand.

Die Mitglieder des Kirchenvorstandes nehmen Beauftragungen für bestimmte Sachbereiche (z. B. Finanzen, Bauangelegenheiten, Personal) wahr. Diese Arbeit geschieht in Ausschüssen, die Ergebnisse werden dann in der Kirchenvorstandssitzung zusammengetragen, diskutiert und beschlossen.

Aus der Arbeit

Stimmungsvoll wurde am 15. September Pfarrerin Sabine Drescher-Dietrich in den Ruhestand verabschiedet. Leider war die Suche nach einer Nachfolge bisher erfolglos. Obwohl von vielen Seiten bestätigt wurde, wie attraktiv die Stelle sei, konnte sie beim ersten Durchgang nicht besetzt werden. Im Oktober wurde die Pfarrstelle I Nord zum zweiten Mal im Amtsblatt der Landeskirche veröffentlicht. Der Kirchenvorstand hofft, im Frühjahr eine Einführung feiern zu können. Zur Unterstützung von Wolfgang Löbermann und David Schnell ist weiterhin Pfarrer Stefan Klaffehn in St. Nicolai tätig.

Dagegen ist die Besetzung der Stelle einer neuen Leitung der Kindertagesstätte und der ersten Stellvertretung nach einem intensiven Bewerbungsverfahren geglückt. Anja Springer leitet Nicolino, mit Unterstützung von Petra Fricke und Andrea Kaszmirski (weiterhin Vertretung für Monika Krusch). Das Diakonische Werk ermöglichte eine angemessene Einarbeitungszeit, so dass die Neuen von den Vorgängerinnen in ihr neues Tätigkeitsfeld eingeführt werden können.

Im September fand ein gemeinsamer Ausflug der Mitarbeitenden und der Gemeindeleitung von St. Nicolai statt. Björn Wissenbach führte die Gruppe durch die neue Altstadt. Anschließend wurde in der Kindertagesstätte gegrillt. Dabei konnten Hauptamtliche und Kirchenvorstand sich auf gesellige Weise näher kennenlernen.

Bereits im August 2018 fand eine Verwaltungsprüfung im Gemeindebüro von St. Nicolai statt. Die Kommission des Stadtdekanates bescheinigte jetzt, nach Abschlus  aller Prüfungen, den Gemeindebüromitarbeiterinnen und dem Kirchenvorstand „eine ausgezeichnet geführte Verwaltung“.

Weiterhin befasst sich der Kirchenvorstand mit der Geschichte des jüdischen Ostends. Die Gemeinde übernahm die Patenschaft für zwei Stolpersteine, die am 22. Oktober in der Windeckstraße 17, für Manfred und Max Linz verlegt wurden.

Zum Bauprojekt „Zentrum St. Nicolai“ wird derzeit mit einem möglichen Investor verhandelt. Dies hat Änderungen an den bisherigen Bauplänen und Zeitverzögerungen zur Folge. Daher ist mit dem Baubeginn erst 2020 zu rechnen.

Ungeachtet dessen plant der Kirchenvorstand, bereits in nächster Zeit die Beleuchtung des Altarfensters in der Neuen St. Nicolai-Kirche neu und effektiver zu gestalten. So kann die Buntglasgestaltung mit dem Titel „Morgenglanz der Ewigkeit“ gerade in der dunklen Jahreszeit besonders gut zur Geltung kommen.

Alle zwei Jahre wählt das Leitungsgremium Vorsitz und Stellvertretung neu. Im Oktober wurden Pfarrer Wolfgang Löbermann als Vorsitzender und Miriam Mehler als seine Stellvertreterin im Amt bestätigt.

Das Jahr 2021 wirft bereits seine Schatten voraus, sodass sich der Kirchenvorstand schon jetzt mit den Themen „Ökumenischer Kirchentag“ (vom 12. bis 16. Mai in Frankfurt) und Kirchenvorstandswahl (13. Juni) befasst. Im neuen Jahr werden Interessierte gesucht, die sich projektweise engagieren möchten (Kirchentag), oder Gemeindemitglieder, die bereit sind, längerfristig Verantwortung in der Gemeindeleitung zu übernehmen.

Wolfgang Löbermann

Kirchenvorstand . Nicolai Gemeinde Frankfurt am Main

Wer ist im Gremium?

  • Bernd Braun
  • Pfarrerin Sabine Drescher-Dietrich
  • Wilfried Eckert
  • Jochen Kerler
  • Dr. Sibylle Krebs
  • Joachim Kullmann
  • Pfarrer Wolfgang Löbermann
    Vorsitzender des Kirchenvorstands
  • Dieter von Lüpke
  • Miriam Mehler
    Stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands
  • Roswitha Mrazek
  • Gisela Pagés
  • Erich Rückl
  • Pfarrer David Schnell
  • Silke Schuler-Engelhard
  • Tatjana Stiege
  • Vinzenz Wiedemann

Ausschüsse

  • Diakonie
  • Erwachsenenbildung
  • Finanzen
  • Gottesdienst & Kirchenmusik
  • Gebäude/Bau
  • Bauprojekt
  • Kinder und Jugend
  • Kindertagesstätte
  • Öffentlichkeit
  • Ökumene
  • Personal
  • Festausschuss
  • Vorstand der Nicolai-Stiftung

Gemeindeleben

Die Aufgaben des Kirchenvorstandes sind sehr vielfältig und geben große Möglichkeiten, das Gemeindeleben mit zu gestalten. Geregelt sind die Aufgaben in § 21 KGO (Kirchengemeindeordnung):

Gottesdienst

Der Kirchenvorstand beschließt die Gestaltung und liturgischen Handlungen eines Gottesdienstes. Ebenso beschließt er über die Einführung neuer Gottesdienstformen und die Gottesdienstzeiten.

Konfirmationsunterricht / Religionsunterricht / Kindergottesdienst

Der Kirchenvorstand ist verantwortlich z. B. für die Planung und Inhalte des Konfirmationsunterrichtes.

Kirchliche Gebäude

Der Kirchenvorstand entscheidet über die Überlassung der Gottesdienst- und Gemeinderäume für besondere Veranstaltungen. Er ist in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Regionalverband für die Bauunterhaltung zuständig und – jetzt ganz aktuell – für den Neubau des Gemeindezentrums.

Christliche Lehre und christliches Leben

Im Kirchenvorstand werden Fragen des christlichen Glaubens und Lebens besprochen, z. B. die Frage: „Wie kann das Evangelium heute noch glaubwürdig verkündet werden?“

Besetzung der Pfarrstellen und Personalangelegenheiten

Wenn eine Pfarrstelle neu besetzt werden muss, wirkt der Kirchenvorstand bei der Besetzung mit. Der Kirchenvorstand entscheidet über die Einstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Kindertagesstätte oder dem Gemeindebüro.

Förderung des Gemeindeaufbaus und des Gemeindelebens

Der Kirchenvorstand von St. Nicolai unterstützt und fördert vor allem die Bereiche: Diakonie, Kinder– und Jugendarbeit, Eltern- und Familiendienste, Erwachsenenbildung und Seniorenarbeit, Kirchenmusik, Ökumene etc.

Konfliktmanagement

Bei Konflikten und Streitigkeiten innerhalb der Gemeinde übernimmt der Kirchenvorstand die Funktion eines „Schlichters“ und versucht, eine geschwisterliche Lösung zu finden.

Ehrenamtliche

Der Kirchenvorstand versucht Menschen für ehrenamtliche Tätigkeiten innerhalb der Gemeinde zu gewinnen.

Spenden

Für besondere kirchliche Aufgaben wirbt der Kirchenvorstand um Spenden und freiwillige Dienstleistungen. Auch die Nicolai-Stiftung hat er ins Leben gerufen.

Landeskirche

Aber nicht nur innerhalb der Gemeinde kann der Kirchenvorstand Einfluss nehmen – auch auf landeskirchlicher Ebene wirken die Kirchenvorstände mit:

Die Kirchenvorstände schicken Frauen und Männer aus ihrer Mitte in die Dekanatssynoden, die regionalen Kirchenparlamente. Über die Dekanatsebene wirken die Kirchenvorstände auch bei den Entscheidungen der Landeskirche mit: Sie wählen die Mitglieder der Landessynode. Diese besteht somit aus Laien der verschiedensten Berufe und Regionen und aus Pfarrpersonen, Dekaninnen und Dekanen, Hochschullehrerinnen und –lehrern (an theologischen und anderen Fakultäten). Die Entscheidungen der Synode spiegeln dadurch die Vielfalt des evangelischen Glaubenslebens wieder.

Neue Projekte 2018

Jetzt ist es beschlossen: St. Nicolai bildet für das Aufgabenfeld Kinder- und Jugendarbeit einen Planungsbezirk mit den Gemeinden Bornheim, Luther, Marien und Wartburg. Es wird eine gemeindepädagogische Vollzeitstelle ausgeschrieben. Nach der Besetzung können dann gemeindeübergreifende Projekte angeboten werden.

Bericht aus dem Frühjahr 2019

Im Februar und März musste die Gemeindearbeit Einschränkungen hinnehmen, da gleich mehrere Mitarbeiterinnen im Gemeindebüro und auf Leitungsebene der Kindertagesstätte längere Zeit erkrankt waren. Der Kirchenvorstand freut sich über die Genesung und dankt allen, die durch ihren besonderen Einsatz geholfen haben, die Zeit bis dahin zu überbrücken.

Auf der Gemeindeversammlung am 17. März konnte Antje Grell aus der Bauabteilung des Evangelischen Regionalverbandes berichten, dass die Investorensuche
abgeschlossen sei und nach den Abstimmungen  in den Gremien das Unternehmen bekannt gegeben werde. Daraufhin werden die Pläne des Wohnhauses angepasst und ein belastbarer Zeitplan erarbeitet. Vor dem Jahreswechsel ist nicht mit einem Umzug in Interimsquartiere zu rechnen.

Vorausschauend befasst sich der Kirchenvorstand mit absehbaren Ruhestandsversetzungen von Mitarbeitenden.