Der Kirchenvorstand

Was macht eigentlich der Kirchenvorstand?

Der Kirchenvorstand ist Ohr, Gehirn, Mund und Hand der Kirchengemeinde.

Der Kirchenvorstand (KV) wird alle sechs Jahre von den Mitgliedern der Gemeinde gewählt. Er leitet die Gemeinde gemeinsam mit dem Pfarrteam. Momentan besteht der KV aus drei Pfarrpersonen und 12 direkt gewählten Gemeindemitgliedern. Ein Mitglied ist nachberufen worden. In regelmäßigen Sitzungen (monatlich) entscheiden die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher über die Schwerpunkte des Gemeindelebens.

Der Kirchenvorstand trifft die Grundentscheidungen für die Entwicklung einer Gemeinde. Dabei geht es um theologische Themen ebenso wie um finanzielle und personelle Entscheidungen. Welche Arbeitsschwerpunkte gesetzt werden – auch angesichts knapper werdender Finanzmittel und wohin der Weg der Gemeinde in den nächsten Jahren gehen wird, das entscheidet vor allem der Kirchenvorstand.

Die Mitglieder des Kirchenvorstandes nehmen Beauftragungen für bestimmte Sachbereiche (z. B. Finanzen, Bauangelegenheiten, Personal) wahr. Diese Arbeit geschieht in Ausschüssen, die Ergebnisse werden dann in der Kirchenvorstandssitzung zusammengetragen, diskutiert und beschlossen.

 Aus der Arbeit

Die vergangenen Monate waren dadurch geprägt, dass Pfarrer Wolfgang Löbermann, Vorsitzender des Kirchenvorstands, für längere Zeit erkrankt war. So musste seine Stellvertreterin Miriam Mehler die Amtsgeschäfte übernehmen. Dabei wurde sie tatkräftig von den Ausschussvorsitzenden und weiteren Kirchenvorständen unterstützt. Die neue Pfarrerin Anne Claus musste gleich zu Beginn ihrer Amtszeit, im Verbund mit Pfarrer David Schnell, zusätzliche Aufgaben übernehmen, u. a. konfirmierte sie Ende September in zwei Gottesdiensten die Gruppe von Wolfgang Löbermann. Alle hatten sich ihren Einstieg sanfter gewünscht. Ihre Einführung durch Prodekanin Dr. Ursula Schoen findet am Sonntag, 29. November, 10 Uhr, in der Neuen St. Nicolai-Kirche statt.

Mittlerweile konnte Pfarrer Löbermann seinen Dienst wieder aufnehmen und bedankt sich für all die guten Genesungs und Segenswünsche, die ihn aus der Gemeinde erreicht haben.

In den Berichtszeitraum fallen die weiteren Vorbereitungen auf dem Weg zur Kirchenvorstandswahl und wiederum Anpassungen von Veranstaltungsformaten in Bezug auf aktuelle Hygienevorschriften. Vor allem die Frage, wie Weihnachten unter Corona-Bedingungen in St. Nicolai gefeiert werden kann, war großes Thema. Es ist mit starken Einschränkungen zu rechnen  manche vertraute Veranstaltungen müssen entfallen. Vor allem wird darum gebeten, statt an Heiligabend an den folgenden „drei“ Feiertagen einen Gottesdienst zu besuchen (25. und 26. Dezember, jeweils 10 Uhr, oder 27. Dezember, Musikalische Vesper, 18 Uhr).

Für das neue „Zentrum St. Nicolai“ wird nun auf die Baugenehmigung gewartet.

Mittlerweile steht die Entscheidung fest, dass der Ökumenische Kirchentag in Frankfurt in der Zeit vom 13. bis 16. Mai 2021 stattfinden soll. Teilnehmen können allerdings nur noch ca. 30.000 statt bisher 100.000 Personen. Privatquartiere werden nicht zentral zur Verfügung gestellt. Gemeinschaftsquartiere in Schulen sollen mit Unterstützung aus den Gemeinden unter erhöhtem Hygieneaufwand organisiert werden. Die Vorbereitungen zur Kirchenvorstandswahl am Sonntag, 13. Juni, haben begonnen .

#Wolfgang Löbermann

Kirchenvorstand . Nicolai Gemeinde Frankfurt am Main

Wer ist im Gremium?

  • Bernd Braun
  • Pfarrerin Anne Claus
  • Wilfried Eckert
  • Jochen Kerler
  • Dr. Sibylle Krebs
  • Joachim Kullmann
  • Pfarrer Wolfgang Löbermann
    Vorsitzender des Kirchenvorstands
  • Dieter von Lüpke
  • Miriam Mehler
    Stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands
  • Roswitha Mrazek
  • Gisela Pagés
  • Erich Rückl
  • Pfarrer David Schnell
  • Silke Schuler-Engelhard
  • Tatjana Stiege
  • Vinzenz Wiedemann

Ausschüsse

  • Diakonie
  • Erwachsenenbildung
  • Finanzen
  • Gottesdienst & Kirchenmusik
  • Gebäude/Bau
  • Bauprojekt
  • Kinder und Jugend
  • Kindertagesstätte
  • Öffentlichkeit
  • Ökumene
  • Personal
  • Festausschuss
  • Vorstand der Nicolai-Stiftung

Gemeindeleben

Die Aufgaben des Kirchenvorstandes sind sehr vielfältig und geben große Möglichkeiten, das Gemeindeleben mit zu gestalten. Geregelt sind die Aufgaben in § 21 KGO (Kirchengemeindeordnung):

Gottesdienst

Der Kirchenvorstand beschließt die Gestaltung und liturgischen Handlungen eines Gottesdienstes. Ebenso beschließt er über die Einführung neuer Gottesdienstformen und die Gottesdienstzeiten.

Konfirmationsunterricht / Religionsunterricht / Kindergottesdienst

Der Kirchenvorstand ist verantwortlich z. B. für die Planung und Inhalte des Konfirmationsunterrichtes.

Kirchliche Gebäude

Der Kirchenvorstand entscheidet über die Überlassung der Gottesdienst- und Gemeinderäume für besondere Veranstaltungen. Er ist in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Regionalverband für die Bauunterhaltung zuständig und – jetzt ganz aktuell – für den Neubau des Gemeindezentrums.

Christliche Lehre und christliches Leben

Im Kirchenvorstand werden Fragen des christlichen Glaubens und Lebens besprochen, z. B. die Frage: „Wie kann das Evangelium heute noch glaubwürdig verkündet werden?“

Besetzung der Pfarrstellen und Personalangelegenheiten

Wenn eine Pfarrstelle neu besetzt werden muss, wirkt der Kirchenvorstand bei der Besetzung mit. Der Kirchenvorstand entscheidet über die Einstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Kindertagesstätte oder dem Gemeindebüro.

Förderung des Gemeindeaufbaus und des Gemeindelebens

Der Kirchenvorstand von St. Nicolai unterstützt und fördert vor allem die Bereiche: Diakonie, Kinder– und Jugendarbeit, Eltern- und Familiendienste, Erwachsenenbildung und Seniorenarbeit, Kirchenmusik, Ökumene etc.

Konfliktmanagement

Bei Konflikten und Streitigkeiten innerhalb der Gemeinde übernimmt der Kirchenvorstand die Funktion eines „Schlichters“ und versucht, eine geschwisterliche Lösung zu finden.

Ehrenamtliche

Der Kirchenvorstand versucht Menschen für ehrenamtliche Tätigkeiten innerhalb der Gemeinde zu gewinnen.

Spenden

Für besondere kirchliche Aufgaben wirbt der Kirchenvorstand um Spenden und freiwillige Dienstleistungen. Auch die Nicolai-Stiftung hat er ins Leben gerufen.

Landeskirche

Aber nicht nur innerhalb der Gemeinde kann der Kirchenvorstand Einfluss nehmen – auch auf landeskirchlicher Ebene wirken die Kirchenvorstände mit:

Die Kirchenvorstände schicken Frauen und Männer aus ihrer Mitte in die Dekanatssynoden, die regionalen Kirchenparlamente. Über die Dekanatsebene wirken die Kirchenvorstände auch bei den Entscheidungen der Landeskirche mit: Sie wählen die Mitglieder der Landessynode. Diese besteht somit aus Laien der verschiedensten Berufe und Regionen und aus Pfarrpersonen, Dekaninnen und Dekanen, Hochschullehrerinnen und –lehrern (an theologischen und anderen Fakultäten). Die Entscheidungen der Synode spiegeln dadurch die Vielfalt des evangelischen Glaubenslebens wieder.

Kirchenvorstandswahl 2021

Kirchenvorstand Wahl 2021 St. Nicolai Franfurt am Main

Wer kandidiert?

Am Sonntag, 13. Juni 2021, finden in der Evangelischen Landeskirche Hessen-Nassau Kirchenvorstandswahlen statt, also auch in der St. Nicolai-Gemeinde. Die ersten Entscheidungen mussten bereits in den letzten Monaten fallen. So hat sich der Kirchenvorstand dafür ausgesprochen, dass alle wahlberechtigten Gemeindemitglieder die Wahlunterlagen nach Hause geschickt bekommen. So können alle bequem per Briefwahl teilnehmen. Die Unterlagen können am Wahltag selbst bis 18 Uhr im Gemeindehaus abgegeben werden. Danach erfolgt die öffentliche Auszählung.

Doch wer steht zur Wahl?

Der aktuelle Kirchenvorstand hat gute Erfahrungen mit der Zahl 12 gemacht. Somit soll auch das neue Leitungsgremium aus 12 gewählten Mitgliedern bestehen. Es wird ergänzt durch die drei Pfarrpersonen und kann durch zwei weitere, berufene Mitglieder aufgestockt werden. Genau 12 Kandidierende sollen auch zur Wahl stehen. Die Suche danach hat der Benennungsausschuss übernommen, der aus Kirchenvorstandsmitgliedern und anderen Gemeindemitgliedern besteht.

Der vorläufige Wahlvorschlag konnte wegen der Corona-Pandemie nicht auf einer Gemeindeversammlung präsentiert werden. Stattdessen wurde ein „schriftliches Verfahren“ zur Benennung weiterer Kandidierender in Gang gesetzt.

DOWNLOAD ERLÄUTERUNG

In den nächsten Ausgaben des St. Nicolai-Boten sollen die Kandidierenden vorgestellt werden. Denn erst nach Abschluss seiner Arbeit übergibt der Benennungsausschuss die Liste der Kandidierenden an den Kirchenvorstand, der dann die weiteren Schritte „Erstellung der Wahlunterlagen“ und „Öffentlichkeitsarbeit“ übernimmt.