Kirchenvorstand2018-11-26T17:23:46+00:00

Der Kirchenvorstand

Was macht eigentlich der Kirchenvorstand?

Der Kirchenvorstand ist Ohr, Gehirn, Mund und Hand der Kirchengemeinde.

Der Kirchenvorstand (KV) wird alle sechs Jahre von den Mitgliedern der Gemeinde gewählt. Er leitet die Gemeinde gemeinsam mit dem Pfarrteam. Momentan besteht der KV aus drei Pfarrpersonen und 12 direkt gewählten Gemeindemitgliedern. Ein Mitglied ist nachberufen worden. In regelmäßigen Sitzungen (monatlich) entscheiden die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher über die Schwerpunkte des Gemeindelebens.

Der Kirchenvorstand trifft die Grundentscheidungen für die Entwicklung einer Gemeinde. Dabei geht es um theologische Themen ebenso wie um finanzielle und personelle Entscheidungen. Welche Arbeitsschwerpunkte gesetzt werden – auch angesichts knapper werdender Finanzmittel und wohin der Weg der Gemeinde in den nächsten Jahren gehen wird, das entscheidet vor allem der Kirchenvorstand.

Die Mitglieder des Kirchenvorstandes nehmen Beauftragungen für bestimmte Sachbereiche (z. B. Finanzen, Bauangelegenheiten, Personal) wahr. Diese Arbeit geschieht in Ausschüssen, die Ergebnisse werden dann in der Kirchenvorstandssitzung zusammengetragen, diskutiert und beschlossen.

Aus der Arbeit

Die wichtigste Mitteilung zuerst: Ein belastbarer Zeitplan für den Bau des neuen Zentrums St. Nicolai liegt noch nicht vor. Die weiteren Planungen am Projekt haben ergeben, dass für einen möglichst reibungslosen Ablauf die Errichtung von Wohnhaus, Tiefgarage und Rohbau der Gemeinderäumlichkeiten in einer Hand liegen muss. Da der Evangelische Regionalverband (ERV) nicht selbst als Bauherr auftritt, wird die Investorensuche intensiviert. Erst wenn der private Partner feststeht, kann ein konkreter zeitlicher Ablauf festgelegt werden. Geplant ist, dass zur Gemeindeversammlung am Sonntag, 17. März, der Investor und hoffentlich auch ein erster konkreterer Zeitplan präsentiert werden können.

In einem Gespräch zwischen Mitgliedern des Kirchenvorstandes (Projektausschuss), der Bauabteilung und Stadtdekan Dr. Achim Knecht wurde noch einmal die Wichtigkeit hervorgehoben, dass im neuen Wohnhaus möglichst auch preisgedämpfte Wohnungen geschaffen werden sollen. Das hängt aber u. a. davon ab, ob die erzielte Erbpacht für die Finanzierung von Gemeindehausbau und Kirchenrenovierung sowie die Schaffung einer neuen Pfarrdienstwohnung in der Friedberger Anlage 29 ausreicht. Als Investoren kommen nur „Bestandshalter“ in Frage, so dass die Schaffung von Eigentumswohnungen ausgeschlossen werden kann.

Auf einer Wochenendtagung im September in Kaub am Rhein hat sich der Kirchenvorstand auf die Abfolge der nächsten Schritte geeinigt bis hin zum Bezug
von Interimsquartieren. Um keine unnötigen Kosten entstehen zu lassen, können diese erst angemietet werden, wenn der Umzugstermin feststeht. Manche Veranstaltungen werden auch in die Kirche oder die Kindertagesstätte verlegt. Gruppenleitungen, Hauptamtliche und Ehrenamtliche werden in die weiteren Planungen eingebunden. So muss vorhandenes Material gesichtet und sortiert, manches auch entsorgt werden. Es ist ein Abschiedsfest zu planen und durchzuführen. Der Informationsfluss soll transparent gestaltet werden.

Ein weiteres Thema, das auch den Kirchenvorstand beschäftigt hat: Ende August hat turnusgemäß eine Verwaltungsprüfung in der St. Nicolai-Gemeinde stattgefunden. Den Mitarbeiterinnen im Gemeindebüro Susanne Hohmann und Gabriele Hofmann sowie dem verantwortlichen Kirchenvorstand wurden eine tadellose
Amtsführung bescheinigt.

(November 2018)

Kirchenvorstand . Nicolai Gemeinde Frankfurt am Main

Wer ist im Gremium?

  • Vikarin Maren Bezold
    (ohne Stimmrecht)
  • Bernd Braun
  • Pfarrerin Sabine Drescher-Dietrich
  • Wilfried Eckert
  • Jochen Kerler
  • Dr. Sibylle Krebs
  • Joachim Kullmann
  • Pfarrer Wolfgang Löbermann
    Vorsitzender des Kirchenvorstands
  • Dieter von Lüpke
  • Miriam Mehler
    Stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands
  • Roswitha Mrazek
  • Gisela Pagés
  • Erich Rückl
  • Pfarrer David Schnell
  • Silke Schuler-Engelhard
  • Tatjana Stiege
  • Vinzenz Wiedemann

Ausschüsse

  • Diakonie
  • Erwachsenenbildung
  • Finanzen
  • Gottesdienst & Kirchenmusik
  • Gebäude/Bau
  • Kinder und Jugend
  • Kindertagesstätte
  • Öffentlichkeit
  • Ökumene
  • Personal
  • Festausschuss
  • Vorstand der Nicolai-Stiftung

Gemeindeleben

Die Aufgaben des Kirchenvorstandes sind sehr vielfältig und geben große Möglichkeiten, das Gemeindeleben mit zu gestalten. Geregelt sind die Aufgaben in § 21 KGO (Kirchengemeindeordnung):

Gottesdienst

Der Kirchenvorstand beschließt die Gestaltung und liturgischen Handlungen eines Gottesdienstes. Ebenso beschließt er über die Einführung neuer Gottesdienstformen und die Gottesdienstzeiten.

Konfirmationsunterricht / Religionsunterricht / Kindergottesdienst

Der Kirchenvorstand ist verantwortlich z. B. für die Planung und Inhalte des Konfirmationsunterrichtes.

Kirchliche Gebäude

Der Kirchenvorstand entscheidet über die Überlassung der Gottesdienst- und Gemeinderäume für besondere Veranstaltungen. Er ist in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Regionalverband für die Bauunterhaltung zuständig und – jetzt ganz aktuell – für den Neubau des Gemeindezentrums.

Christliche Lehre und christliches Leben

Im Kirchenvorstand werden Fragen des christlichen Glaubens und Lebens besprochen, z. B. die Frage: „Wie kann das Evangelium heute noch glaubwürdig verkündet werden?“

Besetzung der Pfarrstellen und Personalangelegenheiten

Wenn eine Pfarrstelle neu besetzt werden muss, wirkt der Kirchenvorstand bei der Besetzung mit. Der Kirchenvorstand entscheidet über die Einstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Kindertagesstätte oder dem Gemeindebüro.

Förderung des Gemeindeaufbaus und des Gemeindelebens

Der Kirchenvorstand von St. Nicolai unterstützt und fördert vor allem die Bereiche: Diakonie, Kinder– und Jugendarbeit, Eltern- und Familiendienste, Erwachsenenbildung und Seniorenarbeit, Kirchenmusik, Ökumene etc.

Konfliktmanagement

Bei Konflikten und Streitigkeiten innerhalb der Gemeinde übernimmt der Kirchenvorstand die Funktion eines „Schlichters“ und versucht, eine geschwisterliche Lösung zu finden.

Ehrenamtliche

Der Kirchenvorstand versucht Menschen für ehrenamtliche Tätigkeiten innerhalb der Gemeinde zu gewinnen.

Spenden

Für besondere kirchliche Aufgaben wirbt der Kirchenvorstand um Spenden und freiwillige Dienstleistungen. Auch die Nicolai-Stiftung hat er ins Leben gerufen.

Landeskirche

Aber nicht nur innerhalb der Gemeinde kann der Kirchenvorstand Einfluss nehmen – auch auf landeskirchlicher Ebene wirken die Kirchenvorstände mit:

Die Kirchenvorstände schicken Frauen und Männer aus ihrer Mitte in die Dekanatssynoden, die regionalen Kirchenparlamente. Über die Dekanatsebene wirken die Kirchenvorstände auch bei den Entscheidungen der Landeskirche mit: Sie wählen die Mitglieder der Landessynode. Diese besteht somit aus Laien der verschiedensten Berufe und Regionen und aus Pfarrpersonen, Dekaninnen und Dekanen, Hochschullehrerinnen und –lehrern (an theologischen und anderen Fakultäten). Die Entscheidungen der Synode spiegeln dadurch die Vielfalt des evangelischen Glaubenslebens wieder.

Neue Projekte 2018

Jetzt ist es beschlossen: St. Nicolai bildet für das Aufgabenfeld Kinder- und Jugendarbeit einen Planungsbezirk mit den Gemeinden Bornheim, Luther, Marien und Wartburg. Es wird eine gemeindepädagogische Vollzeitstelle ausgeschrieben. Nach der Besetzung können dann gemeindeübergreifende Projekte angeboten werden.